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25 Jahre Informatik an der ETH
 
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Tag der Informatik - 20. Oktober 2006

Podiumsdiskussionen, Gastvortrag und Ausstellungseröffnung

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Folien und Filmaufzeichnungen der Podien und Vorträge »»

09.00 Uhr: Begrüssung durch Prof. Jürg Gutknecht, designierter Vorsteher des Departements Informatik

09.30 Uhr: Gründer-Podium

"Informatik: Ein überfälliger Studiengang?"

Diskussion mit den Gründervätern der Informatik an der ETH Zürich

Leitung: Prof. David Gugerli, Institut für Geschichte, ETH Zürich

Nägel mit Köpfen vermochten die Informatiker erst 1981 einzuschlagen: Von da an konnte man an der ETH Informatik im Hauptfach studieren. Zuvor pflegte man ein Nischendasein. Vor allem Mathematiker, Physiker und Elektrotechniker banden die Informatiker immer wieder zurück an frühe Erfolge im Rechenmaschinenbau und zwangen sie in bestehende Lehrpläne und disziplinäre Konzepte.

Die Industrie artikulierte viel zu spät, dass sie in zunehmendem Masse gut ausgebildete Informatiker brauchen würde. Manche Studierende dagegen befürchteten, ihre nebenher erworbenen Programmierkünste bald nicht mehr verkaufen zu können. In diesem unwirtlichen Spannungsfeld musste die Informatik als Disziplin nachgerade neu erfunden werden.

Das Panel versucht, folgende Fragen zu beantworten:

Informatik - eine junge und dynamische Disziplin, deren vergangene Zukunft kaum weniger komplex ausschaut als ihre gegenwärtige Zukunft.

10.45 Uhr: Pause

11.15 Uhr: Zukunfts-Podium

"The Future of Computer Science - fundamentalist or pragmatic?"

Diskussion mit Informatik-Professorinnen und -Professoren der ETH Zürich (in Englisch)

Leitung: Prof. Willy Zwaenepoel, Vorsteher des Departements Informatik an der EPF Lausanne

Faced with dwindling enrollments, many computer science departments are going through a soul-searching exercise as to which direction the discipline should be headed in, both in terms of teaching and research.

Two rather different views have emerged from this exercise. One view, which I will call the "fundamentalist" view, argues that we are on the verge of developing the core theories underlying our field, and that the study and application of these core theories will bring untold benefits in terms of reliability and performance. Teaching should therefore focus on mathematics and core computer science, both in theory and practice. It is further argued that "computational thinking" will cause breakthroughs in other fields, and that therefore our interaction with other disciplines should be driven by notions from computer science, rather than the other way around.

The other view, which I will call the "pragmatic" view, argues that the useful subset of the core of computer science has been developed, and that hence we should focus on applications. Teaching of core computer science should therefore be limited, and instead attention should be paid to knowledge of application areas and soft skills. The interaction with other fields should be driven by the needs of those other fields, with computer science viewed as providing a service to those other disciplines.

The pragmatic view sits well with politicians (inside or outside academia), funding agencies, students, and the general public. The fundamentalists tend to perform better in the classic academic endeavor of publishing, and hence they tend to do better in terms of academic job hunting or promotions.

12.30 Uhr: Mittagspause

13.30 Uhr: Wirtschafts-Podium

"Informatik an der ETH und das Verhältnis zur Wirtschaft - Wo sind die Spannungsfelder?"

Diskussion mit Vertretern aus der Wirtschaft

Leitung: Prof. Ueli Maurer, Institut für Theoretische Informatik, ETH Zürich

Die ETH und die Wirtschaft sind in einer engen Symbiose verbunden, als Spieler im Arbeitsmarkt für technische und wissenschaftliche Führungskräfte, durch gemeinsame Forschungsprojekte, durch Projekte der beruflichen Weiterbildung, sowie durch das gemeinsame Bestreben, den Status der Schweiz als herausragenden Forschungsstandort zu bestätigen und zu fördern.

Diese Symbiose enthält auch einige Spannungsfelder und Kontroversen. Sie lassen sich in folgenden Fragen zusammenfassen, die auf dem Podium diskutiert werden:

14.45 Uhr: Pause

15.15 Uhr: Alumni-Podium

"Erinnerungen und Ausblicke - Was haben wir gelernt? Und was soll die nächste Generation lernen?"

Diskussion mit ehemaligen Studierenden

Leitung: Prof. Thomas Gross, Institut für Computersysteme, ETH Zürich

Diskussion mit Alumnae und Alumni: Erinnerungen und Ausblicke - Was haben wir gelernt? Und was soll die nächste Generation lernen?

Die ETH hat einen klaren Ausbildungsauftrag und die Professorinnen und Professoren sowie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verwenden einen guten Teil ihrer Zeit auf die Ausbildung. Aber unterrichten wir das richtige? Bilden wir Persönlichkeiten aus, die nachher in den vielleicht 30 oder 40 Jahren Berufstätigkeit etwas aus den vielleicht 5 Jahren der ETH gebrauchen können?

Die ETH bildet Informatik-Ingenieure aus und ermöglicht eine Promotion in Informatik. Viele Studenten verlassen die ETH mit dem Diplom, andere kommen wegen einer Promotion an die ETH. Aus diesem weiten Angebot ergeben sich interessante Perspektiven aber auch Zielkonflikte. Wieweit wird die ETH ihrem Auftrag gerecht, Studierende und Fachkräfte auf wissenschaftlichem und technischem Gebiet auszubilden und die permanente Weiterbildung zu sichern; sie berücksichtigt die Bedürfnisse des Landes. Und berücksichtigt sie auch die Bedürfnisse der Studierenden?

Auf dieser Podiumsdiskussion sollen diese Fragen diskutiert werden:

Fragen aus dem Zuhörerkreis werden gerne entgegengenommen und nach Möglichkeit in die Diskussion eingearbeitet.

16.30 Uhr: Pause

16.45 Uhr: Gastvortrag von Prof. Bernard Chazelle, Princeton University

"Why your humble iPod might be holding the biggest mystery in all of science"
Vortrag von Prof. Bernard Chazelle, Professor of Computer Science, Princeton University (in Englisch)

Moore's Law holds that, every 18 months, computing power doubles. Most of the wonders of the computer age can be directly attributed to Moore's Law. Alas, its days are numbered. What then? In this talk I will argue that the years ahead will usher in the era of the "Algorithm," a notion that, if all goes well, will prove even more disruptive and revolutionary than quantum mechanics was in the 20th century.

ab 17.30 Uhr: Apéro und feierliche Eröffnung der Erlebnisausstellung

 

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